Nachricht vom 19. Januar 2024

Im zweiten Anlauf: Vorverkauf für die Komödie “Unter Schwestern” startet am Montag, 22. Januar

Das hat es womöglich in der Theaterszene noch nie gegeben: dass zwischen Premiere und zweiter Aufführung glatte vier Jahre liegen. Unser Theaterverein kommt in den zweifelhaften „Genuss“ dieser außergewöhnlichen Konstellation. Denn wir spielen ab Freitag, 16. Februar, das Stück, das am 13. März 2020 im Reinsbronner Gemeindehaus Premiere feierte und dann in der Schublade verschwand: „Unter Schwestern“ von Arno Boas.

„Es war die verrückteste Woche, die ich je erlebt habe“, sagt der Autor mit dem Blick zurück in den März 2020. Die Komödie hatte unter der Regie von Frederike Faust Gestalt angenommen und die Uraufführung war für den Freitag, 13. März geplant. In der Woche davor häuften sich die Meldungen über die Ausbreitung des Corona-Virus. Fast jeden Tag stand die Theatergruppe mit dem Gesundheitsamt in Verbindung: Ist eine Aufführung noch möglich? In Baden-Württemberg war die Rede vom Lockdown am 15. März, der Tag, an dem die zweite Aufführung angesetzt war. Das Ensemble verabredete, am 13. März auf alle Fälle im Gemeindehaus zu erscheinen – nicht wissend, ob überhaupt noch Zuschauer kommen würden.

Am Tag vor der Premiere gab es grünes Licht von den Behörden. Und so entschloss man sich, die Premiere am 13. März nicht abzusagen. Es kamen zwar nicht alle der zirka 130 Besucher, die sich Karten für die Premiere besorgt hatten, aber an die 90 Leute dürften es gewesen sein, die dann einen Abend in besonderer Stimmung erlebten: Premiere und Derniere an einem Abend, das gibt es wohl nicht allzu oft. Die Besucher sahen eine humorvolle Geschichte um ein Schwesternpaar, das seinen Vater verliert – beziehungsweise das glaubt, ihn verloren zu haben. Er sei auf einer Wandertour im Himalaya verschollen, heißt es. Die beiden Schwestern müssen sich einigen, was mit dem vermeintlichen Erbe geschieht. Ein äußerst schwieriges Unterfangen, zumal sich die beiden Frauen selbst nicht einig werden.

Jetzt, vier Jahre später, soll das Stück endlich wiederaufgenommen werden. Wieder unter Regie von Frederike Faust und fast mit demselben Ensemble. Acht Darstellerinnen und Darsteller sind beteiligt, darunter zwei neue Gesichter. Die Umbesetzungen wurden erforderlich, weil zwei Schauspieler diesmal nicht mitmachen können und ersetzt werden müssen. Zu sehen sind Susanne Stirmlinger, Silke Herschlein, Ilse Lay, Leonie Hertlein, Edgar Habel, Richard Beck, Jochen Heppel und Merlin Steinert.

In der Region bekannt ist Regisseurin Frederike Faust vor allem durch ihre Auftritte bei den Frankenfestspielen Röttingen und als Leiterin des Jungen Theaters Röttingen. Es war 2020  ihr erstes Engagement in Reinsbronn. Im zweiten Anlauf soll das Publikum nun erleben, dass die Zusammenarbeit Früchte getragen hat und ein humorvoller Theaterabend zu erwarten ist – mit dem boas-typischen Blick in menschliche Abgründe.

Folgende Aufführungstermine sind vorgesehen:

Freitag, 16. Februar
Samstag, 17. Februar
Sonntag, 18. Februar
Freitag, 23. Februar
Samstag, 24. Februar
Sonntag, 25. Februar
Freitag, 1. März
Sonntag, 3. März
Freitag, 8. März
Samstag, 9. März.

Freitags und samstags wird um 20 Uhr begonnen, sonntags bereits um 18 Uhr. Saalöffnung ist jeweils eine Stunde vorher.

Kartenbestellungen sind möglich ab Montag, 22. Januar, unter Telefon 07933/3030149, und zwar montags bis donnerstags von 18 bis 20 Uhr.